KoRn2012 — Wpis 201 z 212
Wissenswertes über den Jedermann-Funk. Habt ihr schon mal etwas von Preppern gehört? Es ist die Bezeichnung für eine nach außen hin etwas verschroben wirkende Gruppe von Menschen, über die Wikipedia folgendes schreibt. Prepper, abgeleitet von Englisch to be prepared für bereit sein, beziehungsweise dem englischen Pfadfindergruß be prepared für sei bereit oder allzeit bereit, bezeichnet Personen, die sich mittels individueller Maßnahmen auf verschiedene Arten von Katastrophen vorbereiten. Dies geschieht beispielsweise durch Einlagerung bzw. eigenen Anbau von Lebensmittelvorräten, die Errichtung von Schutzbauten oder Schutzvorrichtungen an bestehenden Gebäuden, das Vorhalten von Schutzkleidung, Werkzeug, Funkgeräten, Wertgegenständen und Edelmetallen, Waffen und anderem. Außerdem werden Fähigkeiten in den Bereichen Erste Hilfe, Survival und Bushcrafting, körperliche Fitness und Selbstverteidigung trainiert. Durch den Krieg in der Ukraine und die zeitweise unsichere Gasversorgung ließen die düstersten Katastrophenszenarien auch außerhalb der Prepper-Szene nicht lange auf sich warten. Dass es inzwischen anders gekommen ist und keine monatelangen Stromausfälle die öffentliche Ordnung zusammenbrechen lassen, haben sicher nicht nur die Optimisten unter uns erwartet. Was aber? Wenn tatsächlich einmal grundlegende Errungenschaften unserer zivilisierten Welt für längere Zeit ausfallen sollten. Stürme und Überschwemmungen sind bekanntlich längst nicht mehr nur Stoff für Hollywood-Filme. Es kann also nicht schaden, sich neben den üblichen Vorräten auch mit dem einen oder anderen Haushaltsutensil einzudecken, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Sonst wäre Glas zwei Anträtsun anders anders, ähm, gern Glas allein aller Haupt, bei einem Stromausfall wenigstens noch sein Smartphone für einen Hilferuf nutzen zu können, wird schnell eines besseren belehrt. Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal hat gezeigt, dass der Mobilfunk nicht zuverlässig funktioniert oder sogar ganz ausfallen kann. Aber es gibt tatsächlich Funkanwendungen, die ganz ohne Internet auskommen und bei richtiger Vorbereitung sogar ein tagelanges Stromausfall, aber es gibt tatsächlich Funkanwendungen, die ganz ohne Internet auskommen und bei richtiger Vorbereitung sogar ein tagelanges Stromausfall, überstehen würden. Die Rede ist vom sogenannten Jedermannfunk, den es in verschiedenen Formen gibt. Ältere Leserinnen und Leser werden sich bestimmt noch an die wilden 90er Jahre erinnern, als der CB-Funk in Ostdeutschland Einzug hielt und in fast jeder Straße auf mindestens einem Hausdach eine mehr oder weniger riesige Antenne als Statussymbol prangte. CB-Funk gibt es auch heute noch. Allerdings ist die Anschaffung einer brauchbaren Funkanlage mitunter sehr teuer und steht in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen. Wesentlich günstiger sind dagegen die sogenannten PMR-Funkgeräte. Sie können von Jedermann ohne postalische Anmeldung genutzt werden und es gibt sie in den verschiedensten Ausführungen. Als bunte Kinder-Walkie-Talkies, robust und wasserdicht für Outdoor-Aktivitäten, oder als kostengünstiger Betriebsfunk auf Baustellen. Die Reichweite auf den 16 nutzbaren Kanischatz, Huamnikin, Kakana, Einnachanichinilan, Inginz, Medan, Nixisthas, Sassan, Yimatzwa, Jekhansi und Nachhassi-Karznaikila-Umgebung ist sehr begrenzt, aber Ruichampan, Stibdikirma für die nachbarschaftliche Kommunikation reicht es allemal. Und größere Entfernungen können mit den ebenfalls kostenlos nutzbaren Freenet-Funkgeräten überbrückt werden, die auf nur sechs Kanälen dafür aber mit doppelter Leistung senden. Die Stromversorgung der Funkgeräte erfolgt über austauschbare Akkus und dank USB-Anschluss können sogar die von Smartphones bekannten Powerbanks verwendet werden, um für tagelangen Mondschutzstromnachschub zu sorgen. Man kann also auch ohne Strom und Internet aus der Ferne erreichbar sein. Und sei es nur für die eigene Nachbarschaft. Aber es braucht keine Katastrophe, um etwas Neues auszuprobieren. Vielleicht liegt in unserer schnelllebigen Zeit genau darin der Reiz, eine Kommunikationsform zu nutzen, die ganz ohne Smartphone oder Computer auskommt. Und im Grunde ist es gar nicht so viel anders als bei WhatsApp, Telegram und Co. Zwar, bleibt der Datenschutz bei solchen Ortsgesprächen auf der Strecke, da jeder in Reichweite mithören kann, aber dafür schaut einem niemand über die Schulter und blendet passende Werbung auf dem Display ein. Also? Vielleicht… hört… man sich… ja mal über den Äther… die Station… Radiorobbe lauscht auf allen Kanälen.