adkurz — Post 101 of 129
Hat mal jemand gecheckt, ob die 180, also das Hörspiel, nah am Roman ist und ob diese Widersprüche, die hier dort aufgefallen und aufgetaucht sind, mit dem Wolf und so weiter und Menschen als Köder da irgendwie hinschicken, dort auch drin sind? Denn die Vorwürfe sind ja nur dann in Richtung Stil zu richten, wenn man nachweisen kann, dass das tatsächlich im Hörspiel drin ist und im Roman halt nicht. Und ich glaube, wir werden gerade auch so ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt mit solchen Sachen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, mir ist das beim ersten Hören zwar aufgefallen, dass man da einen Menschen als Köder hinschickt. Andererseits ist es so, dass Sinclair und Konsorten natürlich wissen, dass sie eingreifen können, sobald es für den Menschen, der dort als Köder hingeschickt wird, tatsächlich gefährlich werden könnte. Und das sagte Sinclair ja, glaube ich, auch. Ja, also sobald es dann tatsächlich gefährlich werden würde, würde er, also Sinclair, dann tatsächlich eingreifen und den Wolf dann letztendlich umbringen. Ja, dass der Move nicht in Ordnung ist, beziehungsweise auch nicht realistisch ist, steht ja auf einem anderen Blatt. Und hier in dem Universum funktioniert er. Und ja, letztendlich müssen wir uns auch immer wieder klar machen, was wir hier eigentlich konsumieren, nämlich Groschenromane. Und nichts, was gemeinhin als hochwertige Literatur angesehen wird. Und in solchen Groschenromanen gibt es solche Sachen halt. Ja. Ich weiß nicht, inwieweit jetzt WordArt oder die nachfolgenden Teams bis einschließlich 179 diese cringen Sachen rausgestrichen, beziehungsweise geändert haben für die Hörspiele. Das wird noch zu untersuchen sein. Aber hier hat man das eben bewusst drin gelassen. Ich glaube nicht mal das Stil. Ich glaube nicht mal, dass das im Hörspiel, also in das Hörspiel eingebaut hat, dass das im Roman nicht drin war. Das glaube ich nicht mal. Es wird, glaube ich, auch im Roman drin gewesen sein. Aber schlussendlich werden wir uns hier, werden wir hier auf sehr schmerzhafte Weise, wird uns hier auf sehr schmerzhafte Weise klar gemacht, was wir hier eigentlich konsumieren. Also, was heißt schmerzhaft? Für mich war es nicht schmerzhaft. Ich wusste, was ich kriege. Ich wusste ja, dass Sinclair Groschenromane sind. Und von daher war ich einfach auf die Umsetzung gespannt. Wie ist das Sounddesign so? Was geht da so ab und so weiter? Ich meine, das Sinclair sowas wie eine Comic, also Comics, das sind ja eigentlich Comics. Das muss man sich ja auch immer wieder vor Augen führen. Das sind ja Comics. Und Comics haben ja das Merkmal, dass es gewisse Sachen gibt, die naturwissenschaftlichen Dingen entgegenstehen, wo man tatsächlich dann einfach postulieren muss, das geht halt hier. Also eben sowas wie, weiß ich nicht, Vampire und Wehrwölfe und Dämonen und so weiter, das gibt es halt. Und so gibt es das auch halt mal. Dass der Scotland Yard halt eben eine Abteilung hat, die sich damit befasst. Wo wir hier in der realen Welt, wenn raus käme, da gibt es im Scotland Yard eine Abteilung, die sich irgendwie mit Geistern und Dämonen beschäftigt, würden wir sagen, ja, was für eine Geldverschwendung. Aber dort gibt es das halt. Das ist halt so ein Postulat, so eine Feststellung, die man... ...die man halt hinnehmen muss, wenn man Sinclair konsumieren will. Also von daher sind auch solche Moves dann eben nicht... ...nicht ungewöhnlich oder nichts, wo ich jetzt sagen müsste, deswegen würde ich die Folge zurückgeben und mein Geld zurückhaben. Ja, also... ...ja, das... ...ist jetzt... ...ich meine, klar... ...ja, ihr könnt, also wenn ihr hier gesagt habt, ja, was für ein Scheiß, weiß ich nicht, ihr könnt versuchen, euer 14-tägiges Rückgaberecht wahrzunehmen, vielleicht geht das ja in Online-Plattformen auch, ich weiß es nicht. Ja, bei Amazon geht es auf jeden Fall. Also, ja, viel Glück dabei und viel Erfolg.
Ja, um mal an meine Nachricht vom 9. Mai nochmal anzuknüpfen, das fällt mir jetzt auch gerade noch ein. Es gab ja so eine Ködersituation schon mal. Also ich verstehe gar nicht, warum ihr euch alle so aufregt, von wegen ja, das ist ja so scheiße. Erinnert euch doch mal an die Folge 33 zurück, die Eisvampire, da gab es sowas schon mal. Der Unterschied ist der, dass man das damals nicht so offensichtlich gemacht hat mit dem Ködern. Da gab es das nämlich schon mal. Da war es ja so, da war Möxin einfach irgendwo in der Landschaft und hat mit den Konya-Brüdern gequatscht. Und als dann einer von denen irgendwie übergriffig geworden ist, ähm, äh, als dann einer von denen übergriffig geworden ist, äh, kam dann John Sinclair dazu und hat dann den, die Konya-Brüder da umgebracht. So. Und, äh, da sagte dann Möxin auch noch sowas wie, ja Mann, John, hättest du nicht eher kommen können, ja? Äh, das war auch so eine Ködersituation. Der Unterschied ist vielleicht wirklich der, dass jetzt, bei der 180, diese Situation, quasi herbeigeführt werden musste. Ja, von wegen, ja, äh, Bill Connolly, äh, ja, geh doch mal dahin und so und bla und so jetzt, ja. Ähm, während das ja bei der 33, bei den Eisvampiren so war, dass man einfach drin war. Ja, man, man wird da irgendwie reingeworfen in diese Situation. Ja, und, ähm, wie gesagt, das gab es schon. Schon mal. Nur eben, äh, bei der 33 sehr viel, ähm, ja, plastischer oder, äh, ich weiß nicht, ähm, sehr viel weniger, sehr viel weniger infantil. Ähm, ich weiß es nicht. Ähm, ja, bei den, bei den Wörthard-Versionen ist es ja so, dass die, dass die Sprecher sehr, ähm, ja, sehr geradlinig sind. Ähm, da menschelt das nicht so wie bei den, wie bei der 180. Ja, das ist vielleicht auch ein Unterschied. Ja, bei der 33 sind sie sehr, sehr geradlinig. Sehr konzentriert. Bei der 180 auch, aber da streuen sie mehr Emotionen ein. Und das macht das vielleicht ein bisschen menschlicher. Aber dann vielleicht auch, da könnte man jetzt wirklich versuchen, mal das Ding zu sezieren. Ähm, vielleicht an der einen Stelle ein bisschen zusägen. Also, so wie bei Braun ungefähr, ähm, nee, aber, äh, das, ja, ich weiß, ich weiß, glaube ich, ich weiß, glaube ich, was er meint. Aber wie gesagt, das, das gab es schon mal mit dem Köder.
Ja, ich muss meine vorige Nachricht ein bisschen korrigieren, also gradlinig, das stimmt vielleicht auch, aber in erster Linie wirkt das Design von WordArt und auch das von Ear2Brain sehr stark geschliffen. Und das Neue? Vielleicht nicht so unbedingt mehr. Und das ist tatsächlich eine Sache, an die man sich gewöhnen muss. Ja, wenn dann da doch mal der eine oder andere Dialekt durchkommt oder sowas, ja, da muss man sich dann auch erst dran gewöhnen. Ja, wo ja bei WordArt die Sprecher praktisch keinen Dialekt mitgebracht haben. Von dem sächsischen Dialekt. Von dem Dialekt von Jörg Hengstler mal abgesehen, der aber auch sehr synthetisch wirkte. Aber ja, das ist auch eine Sache, wo ich jedem zugestehe, dass sie sich daran gewöhnen. Also ich möchte Leuten auf keinen Fall absprechen, dass sie Schwierigkeiten haben, sich daran zu gewöhnen eventuell. Ich habe damit kein Problem. Und ja, ich bin mal gespannt, wohin sich das noch entwickelt, das Sounddesign. Ja, und ich werde auf jeden Fall dranbleiben.
Im Nachtrag mit Jörg Hengstler meinte ich Kröger aus dem Dreiteiler 24, 25, 26, die Drogen, ein Friedhof am Ende der Welt, das letzte Duell von Edition 2000.