Transcription
Oh je, ja, Kassetten digitalisieren, das Abenteuer hatte ich auch schon hinter mir.
Also vorab, ich würde nicht zu einem Kassettendigitalisierer greifen, die gibt es ja tatsächlich.
Also Kassettendecks mit USB-Anschluss, wo man dann direkt digitalisieren kann und dann landen die Kassettenaufnahmen auf dem USB-Stick fertig als MP3.
Vielleicht, wenn das Gerät ein bisschen besser ausgestattet wird, sogar als Swave.
Das weiß ich nicht. Also ich kenne jetzt nur die Dinger, die dann irgendwie als MP3 aufnehmen.
Gibt es als Kassettenvariante und ich glaube, das gibt es auch als Plattenspielervariante.
Würde ich die Finger von lassen. Einfach deshalb, weil die Qualität am Ende womöglich nicht stimmt.
Das ist vom Tonkopf angefangen, wo du nicht weißt, was da drin steckt.
Manche Tonköpfe, ich kann mich da an ganz gruselige Zeiten in den 90ern erinnern,
die haben die Kassetten.
Die haben die Kassetten dann sogar noch schlimmer kaputt gemacht, als sie eh schon waren.
Ich hatte mal so ein Autoradio-Phänomen, wenn man da eine Kassette reingeschmissen hat.
Dann hat der Tonkopf auf die Kassette solche Knacksgeräusche projiziert durch die Magnetisierung, was auch immer.
Also der Abnehmer, der war dann auf einmal auch ein Aufnahmetonkopf.
Und dann hatte man unwiederbringlich die Kassette kaputt gemacht.
Dann hörte man überall so ein...
So ein bisschen wie eine Blindenampel klang das dann.
Also ganz gruselig.
Und um sowas zu vermeiden, würde ich auf jeden Fall ein vernünftiges Kassettendeck dafür benutzen.
Es muss ja nicht wahnsinnig teuer sein, aber zumindest eins, wo man weiß,
okay, das Ding spielt die Kassetten auch klaglos ab.
Und sei es, wenn man sich auf Ebay für einen Fuffi,
irgendein altes Sony-Deck oder irgendein anderes Markendeck schießt und weiß, das geht noch.
Und dann kann man nämlich mit einem kleinen Interface direkt in den Rechner reingehen
und das von da aus direkt vom Kassettendeck abnehmen.
Kassettendecks haben dann auch den Vorteil, du hast hinten einen Chinch-Ausgang.
Und dieser Chinch-Ausgang liefert dir einen Lautstärkepegel, der sehr neutral ist.
Also du musst da nicht...
irgendwie noch extra am Kassettendeck Lautstärke einstellen und es gibt auch keinen Equalizer,
der dazwischen hängt und dir die Kassettenaufnahme verfälscht.
Also immer irgendein Kassettendeck nehmen, wo man einen vernünftigen Ausgang dran hat.
Als Interface, ja, entweder nimmt man einen Adapter und kann dann auch mit Klinken arbeiten.
Es gibt aber auch welche, die direkt einen Chinch-Eingang haben.
Von Behringer gibt es da eins, ich muss nachher mal gucken, wie das heißt.
Ich habe es sogar hier noch rumliegen.
Da hat man hinten zwei Chinch-Eing- und Ausgänge, also jeweils zwei Eingänge und zwei Ausgänge.
Mono links rechts oder Stereo links rechts, besser gesagt.
Und da kann man dann das Signal direkt verlustfrei reingeben.
Die Aufnahme ist dann mit maximal 48 GB.
Kilohertz möglich, Wave natürlich, kannst dann beliebig weiter bearbeiten in Audacity
oder Reaper oder was auch immer du für einen Audioeditor nutzt und kannst es dir dann wegspeichern.
Vorzugsweise verlustfrei, also als Wave oder als Flag, weil dann, wenn irgendwann
mal Tools rauskommen, die das noch besser bearbeiten können, dann ärgert man sich,
dass man das hinterher nicht in einem verlustfreien Format hat, sondern, ja, wenn man es nur
als MP3 hat, gut, wenn man eine hohe Bitrate nimmt, dann geht das, aber ist trotzdem ärgerlich,
wenn man ein Tool hat, wo man noch mehr hätte rausholen können.
Ja, das so meine Erfahrungen.
Ich bin da jetzt auch kein Profi auf dem Gebiet.
Andere Leute, die verwenden da noch viel, viel, viel mehr.
Die machen da nicht einfach nur eine Digitalisierung, sondern direkt eine Restaurierung.
Was ich persönlich ablehne, aber gut, das muss jeder für sich selbst wissen, weil sowas
wie Rauschen entfernen und so, das ist, weiß ich nicht, man macht damit die Aufnahmen nur
unnötig kaputt.
Wenn man das wirklich irgendjemandem zeigen will, dann kann man direkt rausschneiden irgendwas
und das immer noch entrauschen, wenn man das möchte.
Aber ansonsten immer digitalisieren, unverändert, ohne irgendwelche Nachbearbeitung.
Weil wie gesagt, wenn dann irgendwann mal ein besseres Tool rauskommt, dann ärgert
man sich hinterher, dass man es unnötig kaputt gemacht hat vorher.
Ja, das so meine Erfahrungen dazu.
Vielleicht kannst du was damit anfangen.